Steckbrief Rumänien

Rumänien – einzigartiges Urlaubsland

Rumänien ist mit seinen abwechslungsreichen Landschaften und unvergleichlichen Naturkulissen ein einzigartiges Urlaubs-, Reise- und Entdeckungsland. Sonnenanbeter, Badeurlauber und Surfer finden an der 255 km langen Küstenlinie am Schwarzen Meer goldene, endlos lange und breite Sandstrände, kristallklares Wasser und ideale Surfmöglichkeiten.

Das Donaudelta – UNESCO-Weltnaturerbe

1.000 km Donau als südlicher Grenzfluss zu Bulgarien und Serbien laden zu unvergesslichen Flusskreuzfahrten ein. Bevor die Donau auf ihrem langen Weg von Donaueschingen ins Schwarze Meer mündet, hat ihr die Natur in Jahrtausenden ein Denkmal gesetzt, das Donaudelta, 80 km lang und 70 km breit. Mit einer Fläche 8 mal so groß wie der Bodensee ist es das zweitgrößte Flussdelta Europas und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Ein unüberschaubares Geflecht aus Kanälen, Inseln, Sümpfen, Seen, Auenwäldern und Schilf, ein Paradies für Angler und Vogelkundler. Etwa 90 Fisch- und 320 Vogelarten leben hier, darunter auch die rosa Flamingos.

Die Karpaten – ideale Bedingungen für Outdoor-Aktivitäten

Die ca. 780 km lange Gebirgskette der Karpaten, die sich in einem mächtigen Bogen von Südwesten nach Norden zur ukrainischen Grenze zieht, bietet eindrucksvolle Panoramen. Während in den Nord- und Ostkarpaten eher hohe, unendliche Waldberge wie aus dem Bilderbuch mit Hochebenen und satten grünen Wiesen die Landschaft prägen, haben die Südkarpaten auf einer Länge von fast 280 km einen felsigen, hochalpinen Charakter. Mehr als 10 Gipfel über 2.500 m, tiefe Schluchten, reißende Wasserfälle, Canyons, schneebedeckte Gletscher, Gletscherseen und wunderschöne Skigebiete. Es ist eine urwüchsige Bergwelt, die von Nord nach Süd für den Wintersportler, Wanderer und Tourengeher, Mountainbiker und Enduro-Fahrer, den Offroad-Liebhaber und Camper die idealsten Bedingungen bietet.

Rumänien – ein gastfreundliches Land für Kulturliebhaber

Durch seine Grenzlage zwischen Morgenland und Abendland entstand in über zweitausend Jahren aus der traditionellen rumänischen Kultur und den unterschiedlichsten historischen Einflüssen eine einmalige kulturelle Vielfalt, die sich überall sichtbar in der Architektur widerspiegelt. Als Beispiel seien hier erwähnt die Kirchenburgen in Siebenbürgen, alte römische und dakische (Ureinwohner) Festungsanlagen, die Schwarze Kirche in BRASOV als bedeutendster gotischer Kirchenbau in Südosteuropa, die Moldauklöster und aus jüngster, kommunistischer Zeit der in der pulsierenden Hauptstadt Bukarest mit 1,9 Mio. Einwohnern errichtete Parlamentspalast. Er ist das größte Gebäude Europas und nach dem Pentagon das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt.

Die Amtssprache Rumänisch, zur romanischen Sprachfamilie zählend, wird von ca. 89 % der 22 Mio. Einwohner gesprochen. So gilt Rumänien als romanische Sprachinsel, umgeben von slawischen Sprachen in den Nachbarländern. Da vor allem junge Leute vielfach auch Englisch und Französisch sprechen, gibt es für Urlauber kaum ein Verständigungsproblem. In Siebenbürgen und dem Banat (Siebenbürger Sachsen) sowie in der südlichen Walachei (Donauschwaben) wird teilweise auch heute noch Deutsch gesprochen. Ein Teil der rumänischen Kultur ist die sprichwörtliche Gastfreundlichkeit der Menschen. So kann es einem passieren, dass man auf einem Markt oder bei einer Festlichkeit in einem Dorf spontan zu einem Glas Wein eingeladen wird. Dieses abzulehnen, wäre, aus welchen Gründen auch immer, eine tiefe Kränkung.

Text: Winfried Hoehne, Düsseldorf