Karpaten Info

Karpaten
Der Name Karpaten ist vorrömischen Ursprungs. Seine Herkunft ist umstritten. Zu den Vorschlägen gehören das indogermanische *kar- ‚loben‘ oder albanisch karpe ‚Fels‘ aus indogermanisch *(s)ker- ’schneiden‘ (vgl. deutsch ‚Kerbe‘ und ‚Kar‘). Die Form Karpaten wird in griechischen (ó Karpátes oros [so bei Ptolemäus, 2. Jahrhundert n. Chr.], tó Karpafon oros), römischen (Carpates montes, Carpatae) und mittellateinischen Texten (Carpati montes, Alpes Bastarnicae [Tabula Peutingeriana]) erwähnt und war für das Volk der Karpen im 2. Jahrhundert n. Chr. östlich der Ostkarpaten namengebend (oder umgekehrt).

Da der Name vorrömischen Ursprungs ist, sind ältere Ansichten, wonach der Name sich vom slawischen Wort chrb ‚Gebirgskamm‘ herleiten könnte, kaum haltbar.

In der römischen Zeit wurden die Karpaten nach den Sarmaten auch als Montes Sarmatici bezeichnet. In offiziellen Dokumenten des Königreichs Ungarn aus dem 13. und 14. Jahrhundert wurden die Karpaten als Thorchal, Tarczal oder als Montes Nivium bezeichnet.

Die Südkarpaten (auch: Transsilvanische Alpen, Siebenbürger Alpen): Sie folgen vom Predealpass aus nach Westen. Sie befinden sich in Rumänien und zum kleineren Teil in Serbien. Sie erreichen mit dem Moldoveanu 2544 Meter Höhe. Wichtigste Gebirge sind das Fogarascher Gebirge und das an Bergseen besonders reiche Retezatgebirge. Das Banater Gebirge ist der letzte Gebirgszug im Westen. Rumänien bezeichnet das Banater Gebirge und das Apuseni-Gebirge als Westkarpaten (Carpații Occidentali).

Flora und Fauna
Die niedrigeren Lagen der Karpaten sind bewaldet. Die Waldgrenze schwankt zwischen 1150 m und 1900 m. Die Vegetation und die Tierwelt ähneln zum Teil derjenigen der Alpen.

Die rumänischen Karpaten überzieht das größte noch bestehende, geschlossene Waldgebiet Europas. Mehr als ein Drittel aller in Europa noch wildlebenden Großraubtiere – Braunbären, Wölfe und Luchse – ist hier beheimatet.

Im Oberlauf des Argeș und in seinen Zuflüssen kommt (oder kam) endemisch der extrem seltene Groppenbarsch vor.
Im westlichen und östlichen Bereich der Karpaten entwickelte sich während der letzten Kaltzeit teilweise kein Permafrostboden, daher konnte sich in 300 bzw. 600 m Höhe ein waldreicher Refugialraum für viele heute in Europa heimische Tier- und Pflanzenarten bewahren.

Der Erhalt vieler Unterarten spielte neben den beiden anderen großen Refugialräumen auf der Iberischen Halbinsel und Italien für die Wiederbesiedelung Europas zu Beginn des Holozäns und dessen Biodiversität eine bedeutende Rolle.

Auszug aus Wikipedia